| Toppendorf |
Das früher Rittergut umfaßte außer dem Schloß umfangreiche Stallanlagen,Scheunen ferner eine Schmiede,Stelmacherei,Ziegelei sowie zwei Vorwerke, denRödel und Toppendorf. Letzteres liegt etwa 3 km südwestlich von Balgstädt auf der Höhe nach Burkersroda. Die vorhandene Ruine wurde 1999 zu einem Mittelalterspielplatz hergerichtetund dient Schulklassen zur Nutzung an Projekttagen. Der Bruder von Herzog Georg, dem Bärtigen befand sich 1539 6 tage auf den Schloß Neuenburg, um die Reformation hier voranzutreiben.Im Visitationsprotokoll erscheint auch der der Name Doppendorf . Zu dieser Zeit soll es schon wüst gewesen sein, ebenso das dorf Haart, zwischen Burkersroda und Balgstädt an der Poststraße gelegen. Es wurde allerdings bereits 1442 als wüst bezeichnet. Noch früher muß das Dorf Rödel welches 1349/1350 noch 10 Häuser besaß wüst geworden sein, denn es wird in der Zeit 1540 in den Protokollen nicht mehr erwähnt Es ist eine irrige Meinung, daß diese Orte im30-järigen Krieg zerstört wurden. Meist waren die Wüstungen kleine Dörfer, die sich in Kreigszeiten nicht genügend schützen konnten und deshalb anschluß an das benachbarte größere Dorf suchten und übersiedelten, wobei ihre Äcker zu der Flur des neuen Heimatdorfes geschlagen wurde. 1575 heißt es, daß Toppendorf wüst sei, und zuvor ein Dorf mit Kirche war. Dorthin ließ der Herr von Ebeleben ein Vorwerk bauen und besaß auch die Flur. |